Großeinsatz der Feuerwehren nach Stallbrand in bei Wilburgstetten
In der Nacht auf Freitag wurden die Feuerwehren gegen 23 Uhr zu einem Dachstuhlbrand in den Wilburgstettener Ortsteil Welchenholz alarmiert. Dank des schnellen und umfangreichen Einsatzes der Feuerwehren konnte ein Übergreifen der Flammen auf benachbarte Gebäude verhindert werden.
Bereits auf der Anfahrt stellten die ersten Einsatzkräfte einen weit sichtbaren Dachstuhlbrand fest. Wie der Kommandant der Feuerwehr Wilburgstetten und Einsatzleiter Harald Stark mitteilte, wurden aufgrund der Lage umgehend weitere Kräfte nachalarmiert. Eine besondere Herausforderung stellte die Löschwasserversorgung dar. Da sich im Ort keine ausreichende Wasserversorgung befand, musste das Löschwasser über lange Wegstrecken aus der Wörnitz zur Einsatzstelle gefördert werden. Zeitweise waren hierfür sechs B-Leitungen gleichzeitig im Einsatz.
Das betroffene landwirtschaftliche Gebäude mit einer Fläche von rund 300 Quadratmetern stand beim Eintreffen der Feuerwehr bereits in Vollbrand. Durch den massiven Löschangriff, unter anderem über zwei Drehleitern, gelang es den Einsatzkräften, das angrenzende Wohngebäude sowie weitere Nachbargebäude erfolgreich zu schützen.
In einem angebauten Stall befanden sich mehrere Rinder. Wie Harald Stark mitteilte, konnten diese mit Unterstützung zahlreicher Einsatzkräfte und ortskundiger Landwirte rechtzeitig aus dem Gefahrenbereich gebracht werden. Auch zwei Esel konnten unverletzt in Sicherheit gebracht werden. Menschen wurden bei dem Brand nicht verletzt.
Nachdem das Feuer unter Kontrolle gebracht worden war, begannen die aufwendigen Nachlöscharbeiten. Da sich in dem Gebäude große Mengen Heu und Stroh befanden, mussten diese mit Unterstützung eines Baggers Stück für Stück aus der Scheune geräumt und unter Atemschutz abgelöscht werden, um versteckte Glutnester vollständig zu beseitigen.
Aufgrund der engen Bebauung im Ortskern und der anspruchsvollen Wasserversorgung wurden Feuerwehren aus einem weiten Umkreis alarmiert. Insgesamt waren in der Spitze rund 350 Einsatzkräfte der Feuerwehren im Einsatz. Im weiteren Verlauf konnte der Kräfteansatz schrittweise reduziert werden, während die Nachlöscharbeiten noch bis in die Morgenstunden andauerten.
Die Ermittlungen zur Brandursache übernimmt die Kriminalpolizei, sobald die Einsatzstelle vollständig freigegeben werden kann.
Der Kreisfeuerwehrverband Ansbach bedankt sich bei allen eingesetzten Feuerwehren, den unterstützenden Landwirten sowie den weiteren beteiligten Organisationen für die hervorragende Zusammenarbeit bei diesem langwierigen und herausfordernden Einsatz.
Text und Fotos: Tizian Gerbing















