Trockenheit sorgt für steigende Brandgefahr: Feld- und Flächenbrände im Landkreis Ansbach
Die anhaltende Trockenheit und sommerlichen Temperaturen sorgen derzeit für eine angespannte Lage im Landkreis Ansbach. Der Deutsche Wetterdienst stuft die Wald- und Graslandbrandgefahr in weiten Teilen der Region aktuell mit Warnstufe 4 von 5 ein. Bereits in den vergangenen Tagen mussten Feuerwehren mehrfach zu Feld-, Wiesen- und Waldbränden ausrücken. Unterstützung erhielten sie dabei immer wieder von Landwirten, die mit ihren Maschinen entscheidend dazu beitrugen, eine weitere Ausbreitung der Flammen zu verhindern. Angesichts der anhaltenden Trockenheit hat die Regierung von Mittelfranken erneut Beobachtungsflüge zur frühzeitigen Erkennung von Waldbränden angeordnet.
Erst am Samstag (11. Juli) wurden kurz nach 14 Uhr mehrere Feuerwehren zu einem Feldbrand zwischen Beyerberg und Wittelshofen alarmiert. Etwa die Hälfte einer Ackerfläche stand in Flammen. Landwirte unterstützten die Einsatzkräfte mit Güllefässern und Grubbern, zogen Schneisen und halfen so dabei, das Feuer schnell einzudämmen. Die Feuerwehr übernahm anschließend die Nachlöscharbeiten.
Bereits wenige Stunden zuvor war es nahe Anfelden bei Oberdachstetten zu einem weiteren Einsatz gekommen. Gegen 12:45 Uhr geriet dort eine Ballenpresse in Brand. Die Flammen griffen auf das angrenzende Feld über und zerstörten rund 5.000 Quadratmeter Fläche. Feuerwehren aus den Landkreisen Ansbach und Neustadt/Aisch-Bad Windsheim brachten den Brand gemeinsam unter Kontrolle. Auch hier unterstützten Landwirte mit Grubbern, um die Ausbreitung des Feuers zu stoppen. Unter Atemschutz räumten Feuerwehrkräfte das restliche Stroh aus der Ballenpresse und löschten verbliebene Glutnester ab.
Bereits am Freitag (10. Juli) brannten im Bereich Limburg bei Wilburgstetten rund 400 Quadratmeter einer Wiese. Nach Angaben der Polizei war in diesem Fall nicht die Trockenheit allein Auslöser des Feuers. Ein Grundstückseigentümer hatte Asche auf dem Gelände entsorgt, die sich offenbar erneut entzündete. Die Feuerwehr konnte den Brand schnell löschen.
Auch Waldbrände beschäftigen die Feuerwehren im Landkreis. Erst Ende Juni gerieten zwischen Deffersdorf und Wieseth rund 400 Quadratmeter Waldfläche auf dem Gelände einer Schießanlage in Brand. Rund 140 Einsatzkräfte waren damals im Einsatz, um eine Ausbreitung des Feuers zu verhindern.
Der Kreisfeuerwehrverband Ansbach appelliert an die Bevölkerung, insbesondere in Wald- und Flurbereichen besondere Vorsicht walten zu lassen. Bereits kleinste Zündquellen können derzeit ausreichen, um Brände auszulösen. Offenes Feuer sollte vermieden, Fahrzeuge nicht auf trockenem Gras abgestellt und mögliche Rauchentwicklungen umgehend über den Notruf 112 an die Integrierte Leitstelle Ansbach gemeldet werden.
Fotos und Text: Tizian Gerbing



